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Antifa-Café Düsseldorf/ 16.01.2018/ Deutsche Interessen im Nahen und Mittleren Osten

headerafa

 

Geöffnet ab 19 Uhr, Programmbeginn 20 Uhr

Referent: Jörg Kronauer (Journalist und Autor aus London, Referent des Antirassistischen Bildungsforums Rheinland)

Vielfältige Interessen muss die deutsche Außenpolitik im Nahen und
Mittleren Osten bedienen. Da wären zum einen die Interessen der
deutschen Wirtschaft in einer Region, die nach wie vor zu den
rohstoffreichsten Gebieten der Welt gehört. Zum anderen muss sie
strategische Interessen berücksichtigen. Wer in der Weltpolitik mitmischen will – und das trifft auf das deutsche Establishment zu –, kann die Region nicht ignorieren. Hinzu kommt, dass einige der geostrategisch sensibelsten Handelswege der Welt im Nahen und Mittleren Osten liegen. In der Region, die von vielfältigen äußeren Konflikten geprägt ist, muss die deutsche Politik deutschen Interessen also einen Weg bahnen. Dabei nimmt Israel eine besondere Rolle ein – aus historischen Gründen. Das große Geschäft lässt sich aber weniger in Israel machen als vielmehr in den arabischen Staaten und im Iran. Heute kommt hinzu, dass sich die deutsche Außenpolitik zunehmend von den USA absetzt – aktuell auch im Nahen und Mittleren Osten. Das hat Folgen für die deutsche Politik gegenüber Israel. Der maximal 60-minütige Vortrag möchte einen – auch für Nichtfachmenschen verständlichen – komprimierten Einblick in die Thematik bieten.

Facebook Link für die Veranstaltung

Gegen eine Regierung von Rassisten!

Gestern früh fand in der Wiener Hofburg die Angelobung der national/konservativen Koalition aus ÖVP und FPÖ statt. Der Regierungsantritt wurde von massiven Protesten im Rahmen des TagX begleitet. Ein Sternmarsch hin zur Hofburg versuchte den Regierungsantritt zu stören, um gegen den Einzug vom neuen Bundeskanzler Sebastian Kurz zu demonstrieren. Der Koalitionsvertrag von Kurz´ ÖVP und der FPÖ um Heinz- Christian Strache (Ex- Neonazi) überlässt nicht nur der FPÖ alle bewaffneten uniformierten Kräfte, er zeigt auch, was die neue Regierung von Geflüchteten und deren Integration hält und versteht: Nichts! Asylbewerber*innen soll bei der Antragstellung ihr Bargeld abgenommen werden, ihre Handys dürfen kurzzeitig einkassiert und ausgelesen werden und Schulkinder werden in gesonderte Integrationsklassen gesteckt, statt wie bisher in öffentliche Klassen eingebunden zu werden.

Ebenso wie die vielen Demonstrierenden auf den Straßen heute, möchten wir hiermit aufzeigen, was wir von diesem menschenverachtenden Kurs von FPÖ/ÖVP halten und senden solidarische Grüße an unsere Genoss*innen Österreich. Haltet die nächsten fünf Jahre durch! Ihr seid in diesem wichtigen Kampf nicht alleine!

Düsseldorfer Antifaschist*innen

Transpi

Bingo! Zocken für die Rechtshilfe

BingoBei dem Rechtshilfe – BINGO! könnt ihr im schicken Outfit, locker und fröhlich den Spiel- & Schnapsgelüsten frönen, und dabei Geld für die Angeklagten, die Gefangenen und die von Repressionen Betroffenen ausgeben.
Es wird großartige, ja fast atemberaubende Preise geben!

Das gesammelte Geld wird an diejenigen gehen, die nach G20 von Repressionen betroffen sind und an die Düsseldorfer Rechtshilfegruppe. Diese existiert schon seit vielen Jahren und unterstützt Menschen, die wegen politischen Aktivitäten verfolgt und angeklagt werden. Die Rechtshilfegruppe arbeitet mit Rechtsanwält*innen zusammen, überlegt gemeinsam mit den Angeklagten eine politische und juristische Begleitung der Prozesse und macht Öffentlichkeitsarbeit.

Wir versuchen kollektiv dafür zu sorgen, dass kein*e politische*r Genossin*e die Kosten alleine tragen muss.

Eine Veranstaltung von der Rechtshilfegruppe Düsseldorf und i furiosi.

Ort: Linkes Zentrum Düsseldorf

Datum: 8.12.2018

Beginn: 19:00Uhr

An der Uniklinik Düsseldorf wird für mehr Personal gestreikt. Wir unterstützen diese Auseinandersetzung und zeigen uns solidarisch mit den Streikenden!

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Wir wollen ein Gesundheitssystem, das nicht nach den Regeln des Marktes funktioniert und Fürsorge und Zuwendung wegrationalisiert, sondern sich an den Bedürfnissen derjenigen orientiert, die es benötigen (und das ist jede*r Einzelne von uns!) und derer, die darin arbeiten. Materiell und ideologisch richtet sich dieses System gegen die Mehrheit der Bevölkerung.

Die Auseinandersetzungen für mehr Personal können ein Anfang für einen grundlegenden Wechsel sein. Mehr Pflegepersonal ist der erste Schritt in die richtige Richtung und
bedeutet nicht nur Entlastung, sondern rettet auch Leben.
Nicht der Streik der Beschäftigten gefährdet unsere Gesundheit, der Normalbetrieb ist die Krise!
Die Beschäftigten im Krankenhaus leisten elementare gesellschaftliche Arbeit, die nach Profitkriterien organisiert wird. Die Verschärfung des kapitalistischen Konkurrenzdenkens und das Ziel die Kosten zu senken, sorgen für sinkende Versorgungsqualität, da der größte Kostenfaktor bei den Angestellten gesehen wird.
Dies führt im neoliberalen Vorzeigestaat Deutschland dazu, dass Menschen zwischen Sorgeverpflichtungen und zunehmend prekären Arbeitsverpflichtungen zerrieben werden.

Verschärft wird die Situation durch ein Fallpauschalensystem, bei dem die Anzahl der zu versorgenden Patient*innen pro Pflegekraft um ca. 30 % gestiegen ist. 2004 wurde das System der DRGs (Diagnosis Relatet Groups) als zentrales Instrument der Neoliberalisierung eingeführt. Dabei werden die Krankenhäuser nicht mehr pro Tag, sondern pro Fall vergütet, dadurch entsteht der Anreiz möglichst viele Patient*innen in möglichst wenig Zeit und mit möglichst geringen Kosten zu behandeln. Darüber hinaus sind manche Diagnosen profitabler als andere, so dass es gleichzeitig zu Unter- und Überversorgung entlang von betriebswirtschaftlichen Interessen kommt.
Gesundheit ist weder ein Kostenfaktor, noch eine Ware, sondern muss als Recht und Bedingung sozialer Teilhabe gesehen werden, dies gilt für Beschäftigte und Patient*innen.

Wir sehen in der solidarischen und aktiven Unterstützung der Beschäftigten im Krankenhaus einen zentralen Hebel für den Kampf gegen die fortschreitende Ökonomisierung und den Arbeitskampf als zentralen strategischen Punkt für eine gesamtgesellschaftliche Aufwertung von Care Arbeit, bei der uns auch die feministische Dimension der Auseinandersetzungen motiviert, die überwiegend von Frauen durchgeführt wird. Die Entwicklung der Arbeitswelt führt zu einem Neoliberalismus, der durch die Privatisierung von Risiken und neuen Verantwortungsdiskursen geprägt ist. Die Familie wird dabei zur Herstellungsleistung von Arbeit benötigt, was zu einer Retraditionalisierung von Geschlechterverhältnissen führt.

Wir wissen, dass grundsätzliche Probleme nicht alleine durch die Forderung nach mehr Personal gelöst werden können, doch der Kampf um gute und mehr soziale Dienstleistungen zeigt eine Perspektive für eine andere solidarische Gesellschaft, die sich an den menschlichen Bedürfnissen orientiert. Es geht nicht nur darum, Care reibungsloser oder besser zu organisieren, sondern darum, mit der neoliberalen Logik zu brechen und ganz andere Care-Praxen zu entwickeln.

Die Beschäftigten beginnen, sich stärker zu organisieren und kollektiv zu wehren, wir möchten sie bei der Selbstermächtigung unterstützen. Für ein gutes Leben, das mehr ist als ein ständiges Rennen im Hamsterrad und gegen die wachsende Ökonomisierung und Sparpolitik.

Düsseldorfer Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus

»Chef, sie sind zu schnell!« Ein BlockG20 Erlebnisbericht aus dem roten Finger

block g20 schauer

Freitag, 7 Uhr morgens, U-Bahnhaltestelle Berliner Tor: Circa 250 Aktivist_innen haben sich in aller Frühe den Wecker gestellt um rechtzeitig hier zu sein. Das Ziel: Mit möglichst Vielen auf eine der Protokoll-Strecken in der 38 km2 großen Verbotszone zu kommen, auf denen die Delegationen sowie Erdogan, Trump und Co. zu den Messehallen gebracht werden, und diese zu blockieren. Diese sollen natürlich unbedingt frei bleiben und es wäre eine herbe Niederlage für Polizei und Politik wenn uns dies gelänge. Herausforderung angenommen!

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Wir fahren nach Hamburg (Teil 1)

Kommst du mit ins Gefahrengebiet?

 

Kommst du mit nach Hamburg? Für Fähren statt Frontex, für grenzenlose Solidarität und gegen das ekelhafte System, aufrechterhalten von den G20!

 
Wir wollen gern mit Euch zusammen im Juli in Hamburg ein Zeichen setzen – also sattelt Eure Einkaufswagen, zieht Eure Superwoman-Umhänge an und macht Euch mit uns auf den Weg! Bringt gerne auch Eure Lieblingsmenschen und Freund*innen mit.

G20 – Die „Geschäftsbedingungen“ des globalen Kapitalismus Zeitung der Interventionistischen Linken zum G20 erschienen

g20massenzeitungZuerst als Beilage von analyse & kritik – jetzt auch bei allen [iL*]-Gruppen erhältlich: Die neue Zeitung der Interventionistischen Linken zum G20.

 

G20 – Die „Geschäftsbedingungen“ des globalen Kapitalismus

G20 in Hamburg. Die „Leader“ dieser Welt tre en sich. Die „Bösen“ und die „Guten“. Die Erdoğans und Putins und Trumps dieser Welt und die Trudeaus und Merkels. Und die dazwischen. Ihre Positionen so weit auseinander, eine Einigung unvorstellbar. So scheint zumindest die öffentliche Wahrnehmung. Was wollen die? Was soll das Ganze? Wann und wie und wofür sind die G20 entstanden?
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Fotoausstellung: Gipfel, Gewalt, Gefahrengebiet

gefahrAm Samstag, den 13. Mai laden wir Euch herzlich zur Fotoausstellung zum Thema: Gipfel, Gewalt, Gefahrengebiet ein.

Dazu wird es am Montag, den 15. Mai, um 18:00 Uhr eine Informationsveranstaltung „Gefahrengebiet Hamburg“ anlässlich des G20 Gipfels geben.

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Im Juli findet der G20-Gipfel in Hamburg statt, geschützt von einem Massiven Sicherheitsapparet treffen sich dort die RegierungschefInnen der reichtesten und mächtigsten Staaten der Erde. Halb Hamburg soll zum Gefahrengebiet werden, denn der Gipfel findet mitten in der Stadt statt.

In den vergangenen Jahren gab es immer wieder massive Proteste gegen den Gipfel der Herrschenden, sodass immer größere Zäune gebaut wurden, damit die immer gewalttätigeren abgeschottet
werden.

Die Ausstellung zeigt Proteste gegen die Gipfel, aber auch die Miltarisierung des Sicherheitsapparates und die von ihm ausgehende Gewalt. Außerdem gibt es Informationen zum bevorstehenden G20 – Gipfel in Hamburg.

facebookevent

Solitickets für die Proteste gegen den G20 Gipfel in Hamburg

Politik kostet Geld, vor allem die Anreise von unseren Freundinnen und Freunden aus andren Europäischen Ländern zu den Protesten gegen den G20 Gipfel in Hamburg verschlingen Unmengen an Euros. Da wir unsere Genossen_Innen nicht allein auf diesen Kosten sitzen lassen wollen, verkaufen wir Solitickets mit, welchen ihr uns Unterstützen könnt.soli

Verkaufsstellen:

BiBa Butze – Buchhandlung, Aachener Str. 1, 40223 Düsseldorf

Butze – Kneipenkollektiv, Weißenburgstraße 18, 40476 Düsseldorf