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  • Bericht von der Kundgebung gegen das Bundeswehrkonzert in der Tonhalle

    Am 10. Februar 2010 haben etwa 100 Menschen, trotz eisiger Kälte, lautstark gegen das „traditionelle Neujahrskonzert des Heeresmusikkorps 300 Koblenz“ unter der Schirmherrschaft von OB Dirk Elbers (CDU) in der Düsseldorfer Tonhalle demonstriert. Zu dieser Kundgebung hatte das „Aktionsbündnis gegen Militarismus und Krieg Düsseldorf“ (AMK) eingeladen. Als Gastredner sprach Wolfgang Zimmermann, Landesvorsitzender der LINKEN NRW. Die Demonstrantinnen und Demonstranten forderten den sofortigen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan.

    Während sich erlesene Gäste und die Bundeswehr bei Musik und Schnittchen einem unbeschwerten Vergnügen hingaben, führt die Bundeswehr zur gleichen Zeit Krieg in Afghanistan. Die verheerenden Auswirkungen dieser Kriegspolitik hat die Bombardierung zweier Tanklaster Anfang September in Kundus auf Befehl der Bundeswehr gezeigt. Täglich sterben Menschen in Afghanistan, immer öfter auch durch deutsche Kugeln und Bomben. Ein Ende ist nicht in Sicht. Eine weitere Aufstockung des Bundeswehrkontingents wurde jüngst beschlossen.

    Der Hintergrund und die Auswirkungen dieses Angriffskriegs wird durch Bezeichnungen wie „Krieg gegen den Terror“ oder „humanitäre Intervention“ verschleiert. In diesen Kriegen geht es um die Verteidigung deutscher Kapital- und geostrategischer Interessen. Die Folgen für die Zivilbevölkerung sind katastrophal. Leid, Tod, Folter und Vergewaltigung sind untrennbar mit jeder kriegerischen Auseinandersetzung verbunden, auch in Afghanistan.

    Dazu Arthur Brachte, Sprecher des Antifa-KOK und Aktivist des AMK: „Für uns sind Soldaten Mörder, egal ob mit Waffen oder mit Instrumenten. Wir fordern den sofortigen Abzug der Soldaten aus Afghanistan und anderen Kriegsgebieten. Die Bundeswehr muss endgültig wegtreten und aufgelöst werden.“