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  • Düsseldorf – Postkolonial

    lettow vorbeck

    Ein kritischer Blick auf die deutsche Kolonialgeschichte und
    der Umgang mit der Geschichte heute

    Vortrag & Diskussion 11. Juli 2013 // 19:30 // Zakk, Studio, Fichtenstraße
    Im Vortrag soll dargestellt werden wie sich der Kolonialismus herausbildete bzw. was das überhaupt ist und wie die koloniale Expansion begründet wurde. Es soll gezeigt werden wie sich der Kolonialismus auf die Unterdrückten auswirkte und in der Rückwirkung auch die Kultur und Politik des kolonialen «Mutterlandes» beeinflusste. Mit dem Verlust der Kolonien 1918 endete aber nicht der Kolonialismus in Deutschland. Die Auswirkungen der Kolonial-Ära, z.B. auf den Rassismus, prägen auch die postkoloniale Zeit und das bis heute.
    Es gibt noch viele Spuren des Kolonialismus in Düsseldorf: In Urdenbach würdigen Straßen mit ihrem Namen Akteure des Kolonialismus wie Theodor Leutwein und Adolph Woermann. Ein Bataillon eines Oberbilker Schützenvereins benennt sich gar nach Paul von Lettow-Vorbeck, der u.a. an dem Völkermord der Herero mitverantwortlich ist. Daneben gibt es in Derendorf ein Kolonialdenkmal, das seit langem umstritten ist. Auf diese Personen soll konkreter eingegangen werden.

    Wir wollen Kritik und praktische Interventionen zum Umgang mit den
    Kontinuitäten der deutschen Kolonialgeschichte anregen.

    Mit Katharina Ruhland (München)

    In Kooperation mit dem Rosa-Luxemburg-Club Düsseldorf &
    Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW