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  • Freiräume für Bewegung geht in den Untergrund

    Es ist eure Stadt – wir nehmen Sie nicht einmal geschenkt!

    Kein Manifest zu Bewegung und Beweggründen

    Das Netzwerk Freiräume für Bewegung sagt laut Servus und Hallo miteinander.

    Wir bleiben nicht stehen wo wir sind. Diesen Luxus können wir uns nicht leisten.
    Wir wollen Veränderung für Düsseldorf und keinen Stillstand.
    Wir haben versucht der Öffentlichkeit und der Politik Hinweise auf Möglichkeiten der Stadt im Bezug auf Ihre Entwicklung zu geben.
    Wie gesagt: Versucht. Wir hatten Spaß, Freiheit und Kreativität mit unserer Stadt.

    Die Stadtoberen saßen derweil im Ratshauskeller und bewachten ihre verstaubte Ahnengalerie. Politiker reden gerne, doch wir können uns den Scheiß leider nicht weiter anhören. Keine Zeit und keine Lust. Wir wollen ausprobieren. Dafür brauchen wir keinen Musikausschuss und auch kein Treffen mit Kulturdezernenten, die keine Ahnung von Kunst und Kultur haben.

    Wir haben euch beschenkt, doch leider konntet ihr die Schleife nicht lösen.
    Vor zwei Jahren gegründet wollten wir kein strukturierter Verein oder eine Lobbyorganisitation sein. Wir waren und sind ein Netzwerk der freien Kulturszene Düsseldorfs.
 Wir sind MusikerInnen, MalerInnen, DesignerInnen, Medien-künstlerInnen, VeranstalterInnen, PolitaktivistInnen etc. und wir begreifen uns als Teil einer bundesweiten Bewegung, die aktuell in vielen deutschen Großstädten ihr Recht auf Freiräume, Gestaltung und Selbstbestimmung — kurz: auf ihre Stadt — einfordert.

    Das Netzwerk Untergrund für Bewegung sagt laut Hallo und Servus miteinander.

    Es ist viel passiert, wir haben uns und viele andere bewegt und sind dabei näher zusammengerückt. Inzwischen haben wir festgestellt, dass viele von denen die mit uns gestartet sind und aktiv waren, das Netzwerk in dieser Form nicht mehr brauchen, da es auch ohne das Label Freiräume für Bewegung funktioniert.
    Freiräume für Bewegung ist überflüssig und das ist schön.
    Doch es wird weitergehen: auf unseren Straßen, in unserem Viertel, in unserer Stadt.
    Wir alle sind Freiräume für Bewegung.
    In einem Satz: Uns gibt es also weiterhin, nur nicht mehr öffentlich, sondern als Subkultur.

    Die Stadtpolitik und wir/ Wir: Die Stadt

    Mit unseren Aktionen sind wir immer offensiv und kritisch die Stadt angegangen und waren aber auch gleichzeitig Ansprechpartner für Verwaltung und Lokalpolitik. Was die offensiven Aktionen angeht, so sind diese unserer Meinung nach auch in Zukunft richtig und wichtiger denn je. Als Initiative Ansprechpartner für Verwaltung und Politik zu sein allerdings nicht.
    Uns ist es gelungen, temporär und teilweise auch dauerhaft, uns Freiräume zu nehmen und zu erkämpfen. Wo es aber darum ging die Stadtpolitik in Bewegung zu bringen, stießen wir auf völlige Ignoranz und Unbeweglichkeit. Man kann sagen, dass wir dazu beigetragen haben die Fronten zu klären. Am Sichtbarsten ist das wohl in der Reaktion von OB Elbers auf unsere konstanten Forderungen nach bezahlbarem Wohnraum und dem Recht auf Stadt für finanziell Benachteiligte. Familien und Arme sollen wegziehen – Düsseldorf bleibt teuer, so die klare Ansage.

    Aufhören kommt für uns auf Grund dieser katastrophalen Entwicklungen in Düsseldorf aber auch nicht in Frage. Deswegen haben wir beschlossen die Arbeit von Freiräume für Bewegung in der jetzigen Form zu beenden und kehren zurück zu unseren Wurzeln, dort wo unsere Bewegung weiterhin besteht, und einen Schritt darüber hinaus:

    Von der Subkultur in den Untergrund!

    Ihr werdet also in Zukunft von uns hören, aber seid euch sicher: Diesmal verteilen wir keine Geschenke! Den neoliberalen Powersellern unserer Stadt in Politik und Wirtschaft werden bald mehr Sorgen haben als fehlende Villen. Wir fordern alle in unserer Stadt dazu auf Zeichen zu setzen, offensiv und direkt eure Wut auszudrücken. Damit wir unmissverständlich klarmachen:

    Die Stadt gehört allen!
    Gez. Untergrund für Bewegung

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