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  • ¡No pasarán! – Kein Ort für die Verdrehung der Geschichte!

    Jedes Jahr versammeln sich rund 5-6000 Nazis in Dresden anläßlich der Bombardierung Dresdens im 2.Weltkreig. Mit horrenden Opferzahlen versuchen sie, sich und die deutsche Bevölkerung als Opfer allierter Kriegsführung darzustellen und somit die Täter zu Opfern zu verkehren.
    Mehr Infos beim Dresdner Bündnis „No pasaran“ .

    Eine gute Übersicht über den Aufmarsch gibt es bei Indymedia .


    Eskalation und Falschmeldungen: Die Befürchtungen werden wahr.
    Die Demonstrationen und Kundgebungen sind vorbei. 12000 Menschen demonstrierten in friedlicher Absicht gegen den Naziaufmarsch mit 6000 TeilnehmerInnen. 4000 Menschen folgten dem Aufruf von No pasaran. Die Demonstration wurde von der Polizei auf der Wilsdruffer Straße gewaltsam und grundlos angegriffen. Die AnmelderInnen sahen keine andere Möglichkeit mehr als die Demo aufzulösen. Die geplante Vereinigung mit der Kundgebung vom Bündnis Geh Denken auf dem Theaterplatz wurde von der Polizei brutal verhindert. Der Neonaziaufmarsch konnte nicht verhindert werden.Wie erwartet begann der Tag mit Schikanen durch die Einsatzkräfte. Die am Albertplatz versammelten DemonstrantInnen mussten 1,5 Stunden in der Kälte auf die Berliner AntifaschistInnen warten, die gewaltsam zugunsten einer Gruppe Nazis aus dem bereits bestiegenen Zug befördert wurden. Vor Beginn der Kundgebung wurde der Platz umstellt, TeilnehmerInnen beleidigt und genausten Vorkontrollen unterzogen. Die entschlossenen AntifaschistInnen sollten so zermürbt und in militante Aktionen getrieben werden. Es ließ sich aber niemand provozieren und so musste der Zug letztendlich doch über die Albertbrücke gelassen werden.

    Die Stimmung war fröhlich als der Demonstrationszug mit Musik von drei Lastwagen auf die Altstadt zu lief. Niemand hatte erwartet, dass so viele dem Aufruf folgen würden. Auf der Striesener Straße wurde die Demonstration erneut behindert, weil einzelne DemonstrantInnen die Wiese neben der Straße betraten. Keine der unzähligen Provokationen führte trotz der viel beschworenen „gewaltbereiten Autonomen“ zum Ziel. Als dann Teile der Demo auf der Wilsdruffer Straße ihre Entschlossenheit durch einen kurzen Sprint entlang der genehmigten Route zum Ausdruck brachten, nutzte die Polizei den Moment um den Zug aufzuhalten und auf TeilnehmerInnen ein zu prügeln. Dabei wurde auch das No pasaran Presseteam zu Boden geschlagen. Versuche seitens der Demoleitung ein Weiterlaufen bis zum Theaterplatz zu ermöglichen, waren ohne Erfolg und so musste die Veranstaltung hier beendet werden. Bis zu diesem Zeitpunkt war es zu keiner gewalttätigen Aktion gekommen. Aufgrund der Vorkontrollen existierten auf der Kundgebung keine gefährlichen Gegenstände wie Glasflaschen oder ähnliches.

    Daraufhin versuchten die AntifaschistInnen den Kessel Richtung Theaterplatz zu verlassen. Alle Aktionen die von ihnen ausgingen waren defensiver Natur. Es kam zum Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray. DemonstrantInnen wurden brutal verhaftet. Die Polizei beschädigte bei ihren Aktionen einen Souvenirstand. Von den AntifaschistInnen wurde zu keinem Zeitpunkt auf Unbeteiligte übergegriffen, sondern vielmehr mit BürgerInnen diskutiert. Meldungen der Polizei von Flaschenwürfen vor ihrem gewaltsamen Eingreifen sind falsch.

    „Die Antifaschistinen und Antifaschisten auf unserer Demo sind Opfer einer politischen Kampagne geworden. Gewisse politische Kräfte, die öffentlich gegen Gewalt auftreten, nehmen Ausschreitungen bewusst in Kauf, um ein geschlossenes Auftreten breiter Teile der Gesellschaft gegen Faschismus zu behindern. So wurde die Vereinigung unseres Demonstrationszuges mit den Demonstrationen von Geh Denken am Theaterplatz verhindert. Antifaschistische Militanz wird inszeniert, um Versammlungsgesetze zu verschärfen und staatliche Kompetenzen auszuweiten. Dieser Tag muss inhaltliche und personelle Konsequenzen nach sich ziehen.“, meint Pressesprecher Jonas Timmermann.

    Heike Schneider dankt den TeilnehmerInnen: „Wir danken allen die dabei waren. Noch nie waren so viele Menschen in Dresden gegen Nazis auf der Straße. Wir fühlen uns in unseren Inhalten bestätigt, denn niemand von uns hat erwartet, dass über 4000 Menschen unserem Aufruf folgen würden. Falls die Stadt nächstes Jahr ihre Politik ändert, kann antifaschistisches Engagement auch in Dresden erfolgreich sein.“

    Vorläufiger Bericht von der Demo in Dresden

    Etwa 4000 Antifaschisten demonstrierten heute gegen einen Neonaziaufmarsch der JLO. Nach Polizeiangaben nahmen an dem rechten Umzug etwa 6500 Neonazis teil. Bereits zu Beginn der Demonstration von ‚No Pasaran‘ kam es zu Rangeleien mit der Polizei. Kurz vor dem Eintreffen am planmäßigen Endpunkt der Demonstration, dem Theaterplatz, kam es zu massiven Übergriffen durch die Einsatzkräfte, so dass die Demo aufgelöst werden musste.

    2000 Teilnehmer hatte das Bündnis angemeldet, 4000 kamen. No Pasaran ist damit ein beachtlicher Moblisierungserfolg gelungen. Trotz 4000 Antifas und weiteren tausenden Demonstranten bei Geh-Denken, konnten die Nazis jedoch weitgehend unbehelligt durch Dresden ziehen. 50 Personen, die die Petersburger Straße durch eine Sitzblockade blockieren wollten, wurden von der Polizei geräumt. Dass die Nazis eine vergleichbar kurze Route nur laufen konnten, dürfte jedoch wohl auch der Antifademo geschuldet sein der es gelang weitgehend unbehelligt von der Polizei in die Altstadt zu ziehen. Dabei schien es zunächst, dass die Polizei die Eskalation sucht. Noch während sich Demo am Albertplatz sammelte, kam es immer wieder zu Rangeleien mit der Polizei. Berliner Antifas wurden in den Zügen aufgehalten und es gelang der Polizei damit, dass die Demonstration eigentlich zu spät los ging.

    Während der Demonstration verhielten sich die Beamten dann weitgehend zurückhaltend. Vor allem für die bayerischer Polizei schien die Demonstration viel zu friedlich zu verlaufen. Kurz vor Erreichen des Theaterplatzes lieferten sich die Einheiten Scharmützel mit den Demonstranten. Sobald sich die Situation zu beruhigen drohte, griffen Einheiten immer wieder die Antifaschisten an. Dieses Vorgehen scheint klar das Ziel gehabt zu haben, die Demo im Nachhinein diskreditieren zu können. Ausbruchversuche etwa am Pirnaischen Platz oder am Altmarkt wären aufgrund des martialischen Polizeiaufgebot eh von Anfang an zum scheitern verurteilt gewesen, so dass die Beamten anscheinend, da die Antifas keine Konfrontation suchten, selbst für Ausschreitungen sorgen. Geradezu grotesk wie Wasserwerfer vor der Frauenkirche auffuhren und immer wieder mit dem Einsatz der Wasserwerfers drohten.

    Insgesamt betrachtet dürften sich die meisten Antifaschisten mehr von dem Tag versprochen haben, da es nicht gelang, den Nazis in Sichtweite oder Hörweite ihren Unmut mitzuteilen. Positiv dagegen ist jedoch zu bewerten, dass deutlich mehr Menschen als in den vergangenen Jahren sich entschlossen haben ihren Protest gegen die geschichtsverdrehenden Thesen dst wie immer völlig überfordert.