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  • NPD-nahe Russlanddeutsche Kundgebung von AntifaschistInnen behindert

    Wie via Pressemitteilung vom 12. August 2008 mitgeteilt (http://www.antifa-kok.de/content/view/60/1/), hatte die NPD-nahe „Schutzgemeinschaft ‚Deutsche Heimat‘ der Deutschen aus Rußland e.V.“ für den heutigen Tag eine Kundgebung vor dem Landtag in Düsseldorf angemeldet. Motto: „Gegen die Fälschung der Geschichte der Rußlanddeutschen“.

    An der Kundgebung der „Schutzgemeinschaft“ nahmen letztendlich zirka 80 Personen teil, darunter diverse Mitglieder der NPD und einzelne Aktivisten aus dem Spektrum der militant neonazistischen „Freien Kameradschaften“. Als Redner durfte neben verschiedenen Vertretern rechter russlanddeutscher Vereinigungen auch der amtierende NPD-Landesvorsitzende Claus Cremer aus Bochum-Wattenscheid ans Mikrofon. Mehrere Redner riefen zum Eintritt in die NPD auf. Vor Ort anzutreffen war auch der NPD-Ratsherr aus der Stadt Schwelm, Thorsten Crämer, der vor einigen Jahren wegen Beteiligung an einem Überfall auf eine KZ-Gedenkstättenveranstaltung zu zwei Jahren Haft verurteilt worden war. Ebenso der Holocaust-Leugner Joachim Schäfer aus Meerbusch.

    Obwohl in der extremen Rechten nicht unumstritten, zielt die NPD auf eine Kooperation mit russlanddeutschen Organisationen. Immerhin geht es um über zwei Millionen Aussiedler aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion, also um ein zahlenmäßig durchaus interessantes Wählerpotenzial, dem sich die NPD und ihr nahestehende russlanddeutsche Organisationen aktuell offensiv anbieten möchten bzw. anbiedern.

    Einmal mehr wurde im Vorfeld der extremen Kundgebung die Öffentlichkeit von den Polizeibehörden nicht über eine eindeutig extrem rechte Veranstaltung informiert. Es oblag antifaschistischen Gruppen und den Medien, auf Grundlage von Eigenrecherchen über die Kundgebung und deren Charakter zu informieren.

    Rund 100 AntifaschistInnen waren dem Aufruf des Antifa-Kok und der VVN/BdA gefolgt und drückten vor Ort ihren Protest gegen die Veranstaltung aus. Zwei AntifaschistInnen, die auf dem Kundgebungsplatz der Rechten Fahnen der Antifaschistischen Aktion zeigten, wurden von der Polizei brutal festgenommen. Insgesamt wurden sieben TeilnehmerInnen des lautstarken Protests von der Polizei in Gewahrsam genommen, die ihre Hauptaufgabe nach eigenem Bekunden darin sah, die von der „Schutzgemeinschaft“ gewünschte Öffentlichkeitswirksamkeit ihrer Veranstaltung sicherzustellen.

    Artur Brachte, Sprecher des Antifa-KOK: „Wie angekündigt haben wir deutlich gemacht, dass in Düsseldorf kein Platz ist für die extreme Rechte. Die kruden geschichtsverfälschenden Aussagen der NPD und der ‚Schutzgemeinschaft’ wurden heute durch aktives antifaschistisches Handeln auch akustisch unverständlich. Sollten sie es ein weiteres Mal versuchen, werden wir erneut vor Ort sein.“

    Weitere Informationen und Hintergrundinformationen entnehmen Sie bitte den Homepages http://www.antifa-kok.de http://www.antifa-kok.de/ sowie http://projekte.free.de/lotta/pm_russlanddeutsche_und_npd.htm