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  • Protest gegen Bundeswehr

    Kundgebung gegen das Bundeswehrkonzert
 am Donnerstag, 20. Januar um 18 Uhr, Haupteingang Tonhalle

    Wie jedes Jahr lädt die Wehrbereichsverwaltung West mit Sitz in Düsseldorf zu ihrem Neujahrskonzert am 20. Januar ein. Seit zwei Jahren können sie nicht mehr ungestört der Mordstruppe huldigen. AntimilitaristInnen konfrontieren die BesucherInnen mit dem mörderischen Tun ihrer „KameradInnen“ in Afghanistan.
    Deutschland führt wieder Angriffskriege, getarnt als „Krieg gegen den Terror“ oder auch als „humanitäre Intervention“. Leid und Tod, Folter und Vergewaltigung sind untrennbar mit jeder kriegerischen Auseinandersetzung verbunden. In diesen Kriegen geht es um die Verteidigung deutscher Kapital- und geostrategischer Interessen.

    Konzerte wie dieses, das als Benefizkonzert firmiert, sollen Akzeptanz für die Bundeswehr schaffen. Es handelt sich nicht um ein Orchester wie jedes andere. Es ist ein Zug von Soldaten, der anstatt mit Mordwerkzeug mit Instrumenten hantiert. Durch solche Auftritte soll von der tatsächlichen Eigenschaft einer Armee, Krieg zu führen, abgelenkt werden. Es ist ein Schritt zur Militarisierung der Gesellschaft, in der Einsätze der Bundeswehr im Innern Normalität werden sollen. Auftritte von Blasmusikkapellen zu karitativen Zwecken reihen sich in eine fragwürdige Werbeoffensive der Bundeswehr ein. Ob an Schulen mit dem Bundeswehr- Werbetruck, durch Auftritte bei Berufsberatungen, im Radio , Kino und Zeitschriften oder durch Auftreten auf Ausbildungsmessen – die Bundeswehr verstärkt ihre Werbebemühungen. Gezielt stehen hierbei Jugendliche im Fokus, denen ein Beruf wie jeder andere nahe gelegt werden soll. Angesichts des Wegfalls der allgemeinen Wehrpflicht liegt es vor allem im Interesse der Bundeswehr, den Berufssoldat salonfähig zu machen. Es wird versucht, den Eindruck zu erwecken, Kriegseinsätze seien ein Handwerk und somit Grundbestandteil einer Gesellschaft! Es soll ein neues nationales Bewusstsein entstehen, dass es ermöglicht Soldaten ohne Gewissensbisse in Kampfeinsätze und damit in den Krieg zu schicken. Es soll suggeriert werden, beim Einsatz kriegerischer Mittel handle es sich um ein legitimes Mittel, um auf internationalem Parkett zu agieren.

    „Soldaten sind Mörder“, schrieb Tucholsky. Wir rufen daher dazu auf, mit uns gegen das Bundeswehrkonzert zu demonstrieren und ein klares Zeichen zu setzen, dass Kriegstreiber in Düsseldorf immer mit Widerstand rechnen müssen.
    Bundeswehr wegtreten!

    AKTIONSBÜNDNIS GEGEN MILITARISMUS UND KRIEG