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  • Veranstaltung und Gegenaktivitäten in Düsseldorf zu rechten Russlanddeutschen

    Heim im Reich – Russlanddeutsche Aussiedler als extrem rechte Akteure

    Veranstaltung + Informationen zu den Gegenaktivitäten am 4. August: Dienstag, 31. Juli, 20h, Linkes Zentrum (Corneliusstr. 108)

    Für den 4. August um 12.00 Uhr hat die „National-Konservative Bewegung der Deutschen aus Rußland“ eine Kundgebung vor dem Landtag in Düsseldorf angemeldet. „Das Deutsche Volk hat ein Recht auf die Deutsche Heimat“, propagiert sie und fordert einen “Nationalen Gedenktag für die Opfer von Vertreibung”.

    Diejenigen, die diese Kundgebung organisieren, sind keine Unbekannten. Wir kennen sie aus dem Arbeitskreis “Russlanddeutsche in der NPD”, den “Russlanddeutschen Konservativen” und der „Schutzgemeinschaft ‘Deutsche Heimat’ der Deutschen aus Rußland”. Bereits 2008 und 2009 hatte dieser Kreis extrem rechte Kundgebungen vor dem nordrhein-westfälischen Landtag in Düsseldorf durchgeführt. Hieran nahmen auch HolocaustleugnerInnen, NPD-FunktionärInnen und einzelne militante Neonazis teil.

    Aktuell setzen die Propagandisten des extrem rechten russlanddeutschen Spektrums offenbar nicht mehr schwerpunktmäßig bzw. alleinig auf die NPD, sondern haben die extrem rechte Kleinstpartei „Bund für Gesamtdeutschland“ (BGD) zur “politischen Heimat der Russlanddeutschen Konservativen” erklärt und quasi übernommen. Gleichzeitig wird versucht, mit der Kundgebung ein Angebot an das gesamte Spektrum der “Vertriebenen” zu machen, um sich aus der politischen Isolation zu lösen und als kooperationswürdig anzupreisen.

    Auf der Veranstaltung erläutert Jörg Kronauer vom Antirassistischen Bildungsforum Rheinland Inhalte, Ziele und Strukturen des extrem rechten russlanddeutschen Spekrums und geht hierbei auch auf deren politisch-historischen Hintergrund sowie auf die Auseinandersetzungen um die Russlanddeutschen in der extremen Rechten ein.

    Anschließend informieren AntifaschistInnen aus Düsseldorf über die bevorstehende Kundgebung und ggf. geplante Gegenaktionen.

    VeranstalterInnen: Antifa-AK an der FH-D, I Furiosi und see red!