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  • 6.12.10

    Wenn alteingesessene Mieter verdrängt werden

    Martin Teigeler, dapd – 04.12.2010
    Von einem zwiespältigen Phänomen spricht der Soziologe Reinhold Knopp: «Gentrifizierung ist ein Prozess, der über den Markt läuft. Aber auch die jeweiligen Städte können ihn positiv oder negativ beeinflussen.»
    Als zahlreiche Bürger Ende November im angesagten Düsseldorfer Stadtteil Flingern die Einladung zum «Mitternachts-Shopping» nutzten, trafen sie auf Protest. Weiter lesen

  • 25.11.10

    Roter Teppich in Flingern nicht ohne pinken Protest

    Flingern ist hip. Heute feiern sich die trendigen Szeneläden dort erneut selbst. Wir sind dabei und werden Flugblätter und pinke Soli-Aufkleber verteilen, um auf den Luxusbau der Immobilienfirma Ralf Schmitz („Unter den Linden“) aufmerksam zu machen. An Stelle des abgerissenen Bunkers an der Lindenstrasse werden dort im Moment Luxuswohnungen gebaut, die bis zu 1,5 Millionen Euro kosten werden. Dieses Projekt wird zu einer Verteuerung der umliegenden Mietwohnungen führen.
    Schon heute liegen die Neumieten in Flingern weit über dem Durchschnitt in Düsseldorf, so dass sich selbst die InhaberInnen der Szeneläden immer seltener die Laden-, wie auch die Wohnungsmieten leisten können. Wir wollen mit der Flugblattverteilung auf die schleichende Gentrifizierung Flingerns aufmerksam machen, die schon heute nicht mehr zu übersehen ist und gegen Projekte, wie sie in der Lindenstrasse entstehen, protestieren. Bereits im Vorfeld sind Sprüh- und Plakataktionen aufgefallen, die sich in den pinken Protest einreihen. So wurden rund 20 pinke „Quadratmeter“ auf den Boden rund um das Neubauprojekt gesprüht, um auf die steigenden Preise und damit die Selektion der BewohnerInnen aufmerksam zu machen. Weiter lesen

  • 15.11.10

    22.11 – Schatz, wir müssen mal reden! – Captured

    Captured

    von Ben Solomon, Dan Levin and Jenner Furst – 2009

    Captured zeigt Szenen der New Yorker Lower Eastside aus dem Achiv des Künstlers und Videofilmers Clayton Patterson seit den frühen 80ern. Seine kleine Galerie befindet sich inmitten von vielgeschossigen Apartmenthäusern, deren Wohnungen noch vor kurzem für Millionen Dollar verkauft wurden. Angereichert ist der Film mit Interviews von Protagonisten, u.a. dem damaligen Bürgermeister, Musikern und Künstlern, die ihre eigenen Erinnerungen zu Pattersons Aufnahmen beisteuern.

    22. November 2010
    20 Uhr – Damen und Herren
    Oberbilker Allee 35

  • 8.11.10

    15.11 – Schatz, wir müssen mal reden! – Tamms Erbe?

    Ein Blick auf die Ursprünge der autogerechte Stadt Düsseldorf

    Schon kurz nach dem zweiten Krieg wurde Friedrich Tamms ein Mitarbeiter Adolf Speers, dem Lieblingsarchitekten Adolf Hitlers und späteren Reichsrüstungsminister, verantwortlicher Stadtplaner in Düsseldorf. Mit ihm kamen andere junge Architekten nach Düsseldorf, die in der Zeit des Dritten Reiches Karriere gemacht hatten. Schon bald formierte sich gegen dieses braune Netzwerk Widerstand in Form des Düsseldorfer Architektenring, der sich den Vorbilder des internationalen Stils und der Bauhausarchitektur verpflichtet fühlten.
    Mit der Berufung des früheren Leiter der Bauabteilung der „Deutschen Arbeitsfront“, zum Leiter des städtischen Hochbauamts eskaliert Anfang der fünfziger Jahre die Auseinandersetzung, die als „Düsseldorfer Architektenstreit“ bundesweite Aufmerksamkeit fand.
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  • 21.9.10

    Schatz, wir müssen mal reden!

    Stadtpolitische Konflikte in Düsseldorf und anderswo – Veranstaltungsreihe von Okt. 2010 – Jan. 2011

    Überall im Land bewegt sich was. Nachdem jahrzehntelang PolitikerInnen und StadtplanerInnen das städtische Leben bestimmt haben, regt sich nun Widerstand. Land auf, Land ab sind Initiativen entstanden, die sich die Stadt zurückerobern wollen. Unter dem Motto „Recht auf Stadt“ haben sich unterschiedliche Menschen zusammengeschlossen. Sie protestieren gegen die Umstrukturierung der Städte nach neoliberalen Kriterien. Städtische Güter werden verkauft, öffentliche Räume werden privatisiert. Mittlerweile hat jedeR verstanden, dass es vorrangig um Wirtschaftsinteressen geht, gegen die Interessen der BewohnerInnen.

    Begleitet wird dies von Kürzungen im Sozial- und Kulturbereich. Die sogenannte Hochkultur wird mit Unsummen gefördert. Diese Ausgaben seien wichtig um sich im Konkurrenzkampf der Städte zu positionieren. Es geht darum, ein bestimmtes Bild von Stadt in die Welt zu setzen: Das Bild von der „pulsierenden Metropole“. Im Gegensatz dazu leben viele KünstlerInnen in prekären Verhältnissen und werden kaum unterstützt. Damit geht es ihnen nicht anders, als den meisten EinwohnerInnen. Auf Kosten der sozial Schwachen wird die Finanzkrise bewältigt. Durch massive Sozialkürzungen verarmen immer weitere Teile der Bevölkerung. Damit verbunden sind in letzter Zeit sprunghafte Mietsteigerungen, was wiederum zu Verdrängung und Austausch der Bevölkerung führt. Der Begriff Gentrifizierung macht die Runde. Für PolitikerInnen und StadtplanerInnen ist es mittlerweile zum bösen G-Wort geworden.

    Mit unserer Veranstaltungsreihe wollen wir ganz unterschiedliche Aspekte ansprechen. Wir blicken zurück in die Geschichte zu alten Kämpfen und Protesten, wir schauen außerhalb von Düsseldorf nach, was sich so tut zwischen Hamburg, Istanbul und New Orleans. Letztendlich geht es uns um das Hier und Jetzt, um unsere alltäglichen Kämpfe.
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  • 7.8.10

    Die Patenschaft für die “Setzt Euch” – Bank hat Monica Brauer übernommen.

    Kunstaktion in Oberbilk für Respekt, Vielfalt und Toleranz und gegen soziale Ausgrenzung

    Oberbilk ist ein Stadtteil in Düsseldorf, den man gerne als “sozialen Brennpunkt” bezeichnet. Dieser Stadtteil befindet sich im Umbruch, denn er soll eine “Aufwertung” erfahren. D.h. Menschen und ihre Plätze werden als akzeptabel oder unangemessen bewertet. Wir wehren uns gegen diese Art der respektlosen Abschätzung und wollen mit unserer Photoaktion zeigen, dass die Menschen in Oberbilk diese Bewertung ablehnen und einen respektvollen, friedlichen Umgang mit der Vielfalt pflegen.

    Die “Setzt Euch” – Bank steht für diese Art der Begegnung und wir laden Menschen dazu ein, auf ihr Platz zu nehmen und dadurch ihre Solidarität zu zeigen. Die ersten Bilder unserer Wanderung mit der Bank durch Oberbilk sind in den Bildergalerien zu finden.

    Mehr Fotos auf der Seite www.setzt-euch.de
    von Monica Brauer & Elke Hannig-Brauer

  • 5.8.10

    Patenschaften für die pinken Bänke

    Damit der Ordnungs- und Servicedienst (OSD) in altbekannt repressiver Manier die im April in der Stadt verteilten pinken Bänke nicht ein zweites Mal einsammeln und so dem öffentlichen Raum entziehen kann, wurde beschlossen, Patenschaften für die Bänke zu vergeben.
    Die Banken, die aus der Asservatenkammer des OSDs „befreit“ werden konnten, wurden an Menschen und Orte übergeben, die diese Bänke in den öffentlichen Raum stellen und so für Freiräume kämpfen und sich für politische und soziale Projekte einsetzen. Weiter lesen

  • 9.5.10

    Pinke Bänke abgeholt

    Nachdem gestern im Düsseldorfer Rat unter anderem über den Umgang mit Geschenken, vegetarischen Würsten, pinken Bänken, und über den pinken Schlips von Herrn Elbers ohne Ergebnis diskutiert wurde, wurden heute die pinken Bänke, die am 17.April als drittes Geschenk an die Stadt an 12 ausgesuchten Orten aufgestellt wurden und nach kurzer Zeit vom Ordungs- und Servicedienst (OSD) eingesammelt waren von einer Delegation unseres Bündnisses beim Ordungs- und Servicedienst abgeholt.

    weiteres …

  • 20.4.10

    OSD sammelt pink farbene Bänke ein!

    Stellungnahme des Bündnisses Freiräume für Bewegung
    Die am Samstag vom Antifa-KOK und dem Freiräume-für-Bewegung Bündnis aufgestellten und der Stadt geschenkten Bänke wurden von der Stadtführung demontiert. Auf die Schenkung der Bänke und die damit symbolische Aktion reagiert auch die Stadt mit einer symbolischen Handlung: Sie entfernt die geschaffenen kleinen Inseln und führt damit Vertreibung, Ausgrenzung und Verdrängung von Minderheiten und Randgruppen durch. Weiter lesen

  • 20.4.10

    Fotos der Bänke

    Kaum stand die erste Bank am Burgplatz, war sie schon „besetzt“ und umlagert. Nichtsdestotrotz war den neuen Bänken – wie eben auch den vielen verschiedenen Ausgegrenzten in dieser Stadt – leider kein langer Aufenthalt im öffentlichen Raum vergönnt. Schon am Montagmorgen machte sich ein eifriger Trupp vom OSD mit Helfern der AWISTA auf den Weg und kassierte unsere neuen Freiräume einfach ein. Sie hatten die Aufgabe, die Bänke „sicherzustellen“, wie sie einer gegen den Abtransport protestierenden Bewohnerin auf der Kiefernstraße erläuterten.

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