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  • Demonstration: Keine Profite mit der Miete! Die Stadt gehört allen!

    dont smile demo

    28.09.13 | 15 Uhr | Fürstenplatz

    Düsseldorf scheint es nicht schlecht zu gehen, 150.000 Euro hat die Stadt für das neue Logo ausgegeben. Die Dachmarke soll Düsseldorf attraktiver und ansprechender machen. Das Logo symbolisiert ein lächelndes Düsseldorf. Vielen Menschen die hier leben ist jedoch gar nicht zum Lächeln zu Mute, denn es fehlt in großem Umfang an bezahlbarem Wohnraum. Gebaut werden in Düsseldorf allerdings fast ausschließlich Luxuswohnungen. Dort, wo es günstigen Wohnraum gibt, wie z.B. auf der Kiefernstraße, zeigt die Stadt kein Interesse diesen zu erhalten.

    Auch Kunst und Kultur sind für viele unbezahlbar, es gibt kaum bezahlbaren Atelier- und Proberaum, Kulturvereine wie Brause, Damen und Herren oder das Linke Zentrum werden von OSD und Kulturamt schikaniert.

    Dafür folgt ein Prestigeprojekt dem nächsten: Für Köbogen und Wehrhahnlinie oder Großevents wie Eurovision Song Contest und Bambi Verleihung werden hundert Tausende Euros ausgegeben – während es in den Düsseldorfer Schulen oder Sozialinitiativen an dem Nötigsten fehlt.

    Die Stadt wird als Marke betrachtet, als ein Unternehmen, das Gewinn abwerfen muss. Im Kampf um die stärksten Investor_innen und die finanzkräftigsten Bewohner_innen verlieren die jenigen, die sich all dies nicht leisten können oder wollen. Denn im Kapitalismus wird auch die Stadt zur Ware. Daraus folgen ständig neue Imagekampagnen und eine Eventkultur, die sich nur noch an der Vermarktung orientiert. So werden Wahrnehmungswelten aufgebaut, welche die Wirklichkeit menschlicher Beziehungen ersetzen sollen.

    Doch die Stadt besteht aus Menschen, deshalb muss es darum gehen, sich die öffentlichen Räume und Plätze zurückzuerobern, sich nicht einschüchtern zu lassen, Kürzungen im Sozial- und Kulturbereich zu bekämpfen und sich für eine lebenswerte Stadt einzusetzen!

    Am 28.9. werden unter dem Motto „Keine Profite mit der Miete“ bundesweit Demos und Aktionen stattfinden. In Düsseldorf werden wir am Fürstenplatz starten und besonders Oberbilk in den Fokus nehmen, als einen Stadtteil der gerade eine massive Aufwertung erfährt und von Investoren bereits als das neue Oberkassel gefeiert wird.

    Wir wollen mit einer kraftvollen und vielseitigen Demo zeigen, dass unsere Stadt kein Spekulationsobjekt ist. Düsseldorf präsentiert sich gern als „hippe“ und „weltoffene“ Stadt, richtet sich aber tatsächlich nur an Menschen mit Geld. Daher sagen wir:

    I don´t smile for Düsseldorf
    …weil mit Wohnraum Profit gemacht wird!
    …weil die Mieten zu hoch sind!
    …weil bezahlbarer Wohnraum fehlt!
    …weil Luxusghetto Düsseldorf!
    …weil unsere Stadt zur Ware gemacht wird!
    …weil Prestige – Events mehr zählen als Kultur für Alle!
    …weil Arme vertrieben werden!